Hämorrhoiden & Perianalvenenthrombosen

Hämorrhoiden Behandlung Kufstein TirolHämorrhoiden
sind arteriovenöse Gefäßpolster, die ringförmig unter der Enddarmschleimhaut angelegt sind und dem Feinverschluss des Afters dienen. Wenn von Hämorrhoiden gesprochen wird, sind damit aber meist vergrößerte oder tiefer getretene Hämorrhoiden im Sinne eines Hämorrhoidalleidens gemeint, die Beschwerden verursachen.
Typische Symptome sind Blutungen (hellrotes Blut beim Stuhlgang), Druckgefühl, Juckreiz, Hautausschlag (Ekzem oder Dermatitis) und im fortgeschrittenen Stadium
Störungen der Stuhl-Kontinenz (Fähigkeit, Stuhl und Darmwinde sicher zu halten). Die Ursachen des Hämorrhoidal-Leidens sind nicht sicher geklärt, eine Rolle spielen wohl ballaststoffarme Kost, der aufrechte Gang, langes Sitzen, genetische Veranlagung (Bindegewebsschwäche) sowie ungünstige Stuhlgewohnheiten (lange „Toilettensitzungen“, starkes Pressen).

Behandlung von Hämorrhoiden
Hämorrhoiden können mit anderen Erkrankungen verwechselt werden. Deshalb ist vor einer Behandlung eine Untersuchung durch eine Proktoskopie sinnvoll. Hiermit kann man sicher feststellen, ob es sich um Hämorrhoiden oder um eine Perianalthrombose (Blutgerinnsel am Afterrand, siehe unten) handelt, ob eine Fistel (entzündeter Verbindungsgang zwischen Darm und Haut) oder Fissur (Riss in der Schleimhaut) vorliegt.

Hämorrhoiden werden sodann mittels Einspritzung von Phenolmandelöl lokal verödet. Die dadurch verursachte Entzündungsreaktion führt zu einer Vernarbung und Schrumpfung der Hämorrhoidalknoten. Dieses relativ einfache und normalerweise schmerzlose Verfahren wird in der Regel in mehreren Teilbehandlungen im Abstand von zirka vier bis sechs Wochen durchgeführt.

Perianalvenenthrombosen
Eine ähnliche Erkrankung mit der Bezeichnung Perianalthrombose (= unechte Hämorrhoiden, teilweise irrtümlich als „äußere Hämorrhoiden“ bezeichnet) entsteht durch Ausbildung eines Blutgerinnsels (Thrombus) in den Venen der Analhaut und wird auch Analthrombose genannt. Hier zeigt sich ein blauschwarzer, sehr druckschmerzhafter, prallelastischer Knoten neben dem After. Die Erkrankung ist in der Regel harmlos und heilt unter begleitender Therapie mit Sitzbädern und örtlichen Schmerzmitteln von selbst. Nur wenn der Patient den Schmerz nicht aushalten kann oder Zweifel an der Diagnose bestehen, ist eine operative Entfernung nötig. Diese kann in örtlicher Betäubung ambulant erfolgen.